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Digitalität in den Geschichtswissenschaften

Der Prozess der Erkenntnisgewinnung wird in der Geschichtswissenschaft zunehmend durch den Einsatz digitaler Werkzeuge und Methoden und das Publizieren von Forschungsdaten zur Nachnutzung geprägt. Auf diese Herausforderungen der digitalen Transformation, die den Bereich von Lehre, Forschung und Ausbildung junger HistorikerInnen mittlerweile unmittelbar betreffen, hat das Historische Institut in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von konkreten Maßnahmen reagiert.

Seit 2008 bietet Nicola Kowski M.A. als unbefristete Lehrkraft für die digitale Geschichtswissenschaft einschlägige Lehrveranstaltungen zum Aufbau digitaler Kompetenzen im Geschichtsstudium an. Ergänzend zur Präsenzlehre wurde im Jahr 2014 das Portal historicum-estudies.net am Bedarf der Studierenden orientiert entwickelt. Im Strukturentwicklungsplan des Historischen Instituts ist die konsequente Ausweitung und Konsolidierung dieses Schwerpunkts der digitalen Geschichtswissenschaft verankert. Vor diesem Hintergrund wurde zum Wintersemester 2018/19 ein derzeit noch laufendes Pilotprojekt "Digital-Zertifikat für Historiker*innen" von Frau Kowski konzipiert und umgesetzt. Das bisherige digitale Lehrangebot wird 2020 erweitert durch das Konzept DiTA (Digital Tools Applied), wofür vom Lehrstuhl Gersmann ein Fellowship für Innovationen in der digitalen Hochschullehre vom Stifterverband eingeworben werden konnte.

Insbesondere  am Lehrstuhl Gersmann wurden richtungsweisende Entwicklungen angestoßen, die in umfangreichen Projekten zum digitalen Publizieren,  Wissenstransfer zum Kulturellen Erbe um 1800 und zur Wissenschaftskommunikation umgesetzt wurden. Parallel dazu befassen sich Prof. Dr. Holger Thünemann und Prof. Dr. Habbo Knoch in unterschiedlichen Ansätzen mit Fragen der Theorie der digitalen Geschichtswissenschaft.